In Resistencia angekommen, waren wir erst mal erstaunt, wie heiss es hier war. Rundherum nichts als Steppe und erdrückende Hitze! Zum Glück fanden wir eine Unterkunft mit Klimaanlage, was das Schlafen erheblich angenehmer gestaltete. Resistencia hat an und für sich nichts zu bieten was besonders speziell wäre, um uns für einen längeren Aufenthalt zu begeistern. Darum machten wir uns auf nach Salta weiter zu ziehen.

Als wir in der achtgrössten Stadt Argentiniens ankamen, fiel uns sofort die wunderschöne Altstadt ins Auge. Die spanische Kolonialarchitektur der Gebäude in dieser Stadt sind wirklich sehenswert. Ein weiteres Highlight von Salta ist die Seilbahn, welche auf den Cerro San Bernardo fährt. Von dort hat man einen tollen Blick über die Stadt. Dieser lädt dazu ein einwenig zu verweilen und das Leben zu geniessen.

Das Nachtleben in Salta hat es ebenso in Sich. Man findet jeden Abend eine Party zu der man tanzen und feiern kann. Allerdings werden wir aus dem Westen gerne mal als Gringos bezeichnet, obwohl wir ja eigentlich keine sind. Mal von diesem Umstand abgesehen ist es eine ziemlich interessante Stadt um als Nachtschwärmer unterwegs zu sein.

Südlich von Salta liegt Cafayate, welches die Heimat von diversen Weingütern (Bodegas) ist. Wir haben uns den Luxus gegönnt und sind mit einem Mietwagen nach Cafayate gefahren um die vielen Weine zu probieren. Dies findet meistens in einer sehr ungezwungenen Degustation statt, zu der auch mal Ziegenkäse probiert werden kann. Eine wunderbare Art die Menschen und deren Arbeit besser kennen und schätzen zu lernen. Nach diesem mehrtägigen Ausflug sind wir nach Salta zurückgekehrt.

Von Salta aus wollten wir weiter nach Chile reisen, allerdings war das zu diesem Zeitpunkt alles andere als einfach, da eine Woche lang keine Busse mehr nach Chile fuhren. Mit der Eisenbahn wollten wir nicht fahren, denn mit dieser hätten wir nur nach San Antonio de los Cobres fahren können, was sicher auch toll gewesen wäre, aber für uns nichts weiter gebracht hätte, ausser Zeitverlust. Darum haben wir einen privaten Chauffeur samt Auto gemietet und sind Richtung Anden losgefahren. Ich genoss die ruhige Fahrt nach San Pedro de Atacama vorbei an wundervollen Berglandschaften und Salzseen. Einfach unglaublich, wenn man mit dem Auto auf ca. 4000 Meter über Meer in die Wolken eintaucht und dem Himmel so nah ist. Ein irres Gefühl!

Nach dem Grenzübertritt fährt man noch einige Zeit durch diese wunderschöne Kulisse und kommt aus dem Staunen fast nicht mehr heraus.

 

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