Zum Glück gab es während der Fahrt nach La Paz eine Zwischenverpflegung, welche durch das Busunternehmen zu Verfügung gestellt worden ist, denn sonst hätte ich beträchtliche Mühe mit dem Höhenunterschied gekriegt. Kleiner Tipp am Rande: immer schön Schokolade essen, das hilft gegen die Höhenkrankheit.

In La Paz angekommen suchten wir uns eine Bleibe. Diese fanden wir im Hotel Gloria. Dieses Hotel bietet einen wirklich guten Standard in dieser Höhe. Ausserdem verfügt dieses Hotel über ein Restaurant im obersten Stockwerk, von welchem man eine super Aussicht über die Stadt hat. Diese ist besonders eindrücklich bei Nacht. Also unbedingt  im Skyroom des Hotel Gloria zu Abend essen!

Nachdem wir die Stadt ein wenig unsicherer gemacht hatten, haben wir beschlossen einen Bekannten von meinem Kumpel zu besuchen. Dieser lebte in Coroico.

Coroico war, wie konnte es auch anders sein, nur über die gefährlichste Strasse der Welt (el camino de la muerte) zu erreichen. Anfänglich wollten wir mit dem Fahrrad nach Coroico fahren, aber da es in dieser Zeit immer regnete und die Fahrräder nicht den besten Eindruck auf uns machten, beschlossen wir den nicht minder gefährlichen Kleinbus zu nehmen. Zum Glück ging alles gut und wir kamen wohlbehalten in Coroico an. Allerdings war die Fahrt alles andere als langweilig! Ein absolutes Muss für Adrenalinjunkies!

Coroico ist ein sehr kleines Dörfchen, in welchem man alles findet, was man so braucht um ein paar Tage abseits des Grossstadttrubels zu leben. Eine hügelige Landschaft in saftigen Grüntönen, einfach traumhaft! Man trifft hier immer wieder mal Deutsche oder Schweizer welche hier ein Restaurant oder ein Hostel eröffnet haben. Wir kamen bei Gianni unter, ein Schweizer, der mit einer Bolivianerin verheiratet ist und ein kleines aber feines Zuhause sein Eigen nennt. Die Villa Bonita! Einfach eine Reise wert!

Nach einigen Tagen folgte der erneute Kick und wir fuhren zurück nach La Paz. Da wir einen weiteren Schweizer besuchen wollten, versuchten wir von La Paz via Sao Paulo nach Porto Seguro zu fliegen. Wir hatten das Ticket vor einigen Wochen gekauft. Genau zu der Zeit, zu der wir fliegen sollten, befand sich die Airline in einem Streik. Also gab es für uns in dem Moment nur die Möglichkeit zu warten, bis der Streik beendet wurde. Allerdings war es uns nach einigen Tagen in La Paz dann doch zuviel und wir versuchten einen anderen Flug zu buchen. Dies gelang uns schliesslich auch. Damit wir den Flieger nach Sao Paulo nehmen konnten, mussten wir 16 Stunden mit dem Bus nach Santa Cruz fahren, denn von La Paz aus gab es keinen Flug. Was für ein Trip! Der wahrscheinlich unbequemste Bus aller Zeiten! Am Ende war ich froh diese Erfahrung gemacht zu haben, aber ebenso war ich froh als die Busfahrt zu Ende war!

 

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