San Pedro de Atacama ist eine Oase in der Atacama-Wüste und ein kleines Dörfchen, welches hauptsächlich aus kleinen Hüttchen besteht. Im Dörfchen selber gibt es nicht viel zu tun oder zu sehen, ausser ein paar Touristenläden und die dazugehörigen Shows. Die Atacama-Wüste ist die trockenste Wüste der Welt und ist somit die Hauptattraktion für die Touristen in der Gegend. Von hier aus kann man gute Touren zu dem vermutlich grössten Salz-See von Chile (Salar de Atacama) unternehmen und gleichzeitig die Wüste erkunden.

Unser nächster Stopp war Calama. Diese Stadt ist zwar um einiges grösser als San Pedro de Atacama, aber bietet eigentlich nichts, ausser einem grossen Einkaufszentrum, was je nach Situation sehr wertvoll sein kann. An dieser Stelle möchte ich noch die riesige Kupfermine Chuquicamata erwähnen, welche seit dem 1. Januar 2003 nicht mehr bewohnt werden darf, aber noch zu besichtigen ist. Allerdings haben wir uns den Ausflug in diese verseuchte Mine erspart. Stattdessen sind wir an den durch Rip Curl bekannten Surfspot Iquique weiter gezogen.

Iquique ist eine kleine Stadt an der Pazifikküste. Sie bietet eine wunderschöne Kulisse mit den Anden und dem Pazifik mit seinen atemberaubenden Sonnenuntergängen. Das Einzige was diese malerische Idylle trübt ist der Gestank von verendeten Quallen am Strand. Das Wasser im Pazifik ist wie man es aus den südlicheren Lagen gewohnt ist, nähmlich kalt. Nach einigen Tagen Erholung machten wir uns auf in Richtung Norden, nach Arica.

Arica liegt im äussersten Norden von Chile und bietet einige Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Zollgebäude, welches von Gustav Eiffel entworfen wurde. Ebenso wurde durch ihn die Kirche Catedral de San Marcos errichtet, welche an der Plaza Colón liegt. Auf dem Hügel in Richtung landeinwärts, dem Morro de Arica, sind Überbleibsel des Salpeterkriegs zu sehen. Ausserdem eröffnet sich von hier oben ein ganz anderer Blick auf Arica, einfach herrlich!

Von hier aus machten wir uns auf, das nächste Abenteuer zu erleben. Und dieses hatte es in sich! Nicht etwa weil es so gefährlich oder besonders schwierig war, sonder einfach weil man hier die Auswirkungen vom Höhenunterschied auf den Körper am eigenen Leib erfährt. Wir bestiegen den Bus von Arica (0 m. ü. M.) nach La Paz (3200-4100 m. ü. M.). Als wir am Grenzübergang aus dem Bus aussteigen mussten um die Zollformalitäten zu erledigen, gewannen wir einen ersten Eindruck vom schnellen Aufstieg. Man darf nicht versuchen sich allzu schnell zu bewegen, lieber langsam und dafür sicher am gewünschten Ziel ankommen! Vorsicht vor der Höhenkrankheit!

 

  • slide
  • slide
  • slide