Der Flug mit Air Pacific (heisst mittlerweile Fiji Airways) war sehr angenehm. Wir erreichten Fidschi sehr entspannt und dort ging die Entspannung auch gleich weiter. In der Ankunftshalle spielte eine einheimische Band und wir wurden mit den für die Inseln typischen Klängen begrüsst.

Wir hatten zwar einen Fidschi-Reiseführer dabei, dieser war leider alles andere als besonders wertvoll. Aus diesem Grund hatten wir keinen Plan, welche Inseln wir besuchen sollten. Irgendwie müssen wir hilflos gewirkt haben, denn nachdem der grosse Passagierstrom in der Ankunftshalle verschwunden war, kam eine Frau auf uns zu und fragte uns nach unseren Plänen in Fidschi. Da wir keine Antwort auf ihre Frage hatten, bot sie uns an mit in ihr Reisebüro zu kommen, damit sie uns die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen kann. Sie zeigte uns diverse Inseln die man inkl. Bootstour, Flugzeugtransfer usw. besuchen kann. Wir entschieden uns für drei Inseln, welche wir besuchen wollten. Die erste Insel hiess Robinson Crusoe Island und ist im Südwesten der Hauptinsel gelegen. Also ging es mit dem Taxi an den Hafen und von dort mit dem Boot auf die Insel.

Auf der Insel wurden wir mit Musik empfangen und konnten nach den administrativen Dingen gleich unsere Betten beziehen. Man schläft in offenen Massenschlägen, was mir zuerst ein wenig Kopfzerbrechen bereitete. Ich dachte es würde ziemlich laut werden in der Nacht. Glücklicherweise war das Gegenteil der Fall und wir konnten gut und tief schlafen. Die Insel ist sehr klein, man ist in ca. einer halben Stunde rundherum gelaufen. Immer wenn man eine neue Insel betritt, gibt es eine Kavazeremonie mit den Einheimischen, bei welcher man vom Oberhaupt auf der Insel willkommen geheissen wird. Eine ziemlich interessante und meist auch lustige Angelegenheit. Mein Tipp: unbedingt mit machen! Die Insel bietet das perfekte Feeling, man duscht mit Regenwasser und verbringt die meiste Zeit draussen. Am Abend kommen die Inselbewohner zusammen und bieten die verschiedensten Abendaktivitäten an. Entweder man lässt sich massieren, verbringt eine wunderschöne Zeit am Lagerfeuer oder macht das, was einem sonst Spass macht.

Nach ein paar Tagen ging es mit dem Speedboot weiter von Robinson Crusoe Island nach Malolo Island. Dort wohnten wir im Walu Beach Resort. Das Resort bietet einem alles, was man so auf einer Insel braucht. Die Insel ist einiges grösser als die Vorherige und lädt ein sie genauer zu erkunden. Es lebt noch ein Stamm auf der Insel, welcher besucht werden kann, allerdings muss man dem Häuptling ein Geschenk mitbringen. So verlangt es die Regel. Wenn man sich dem Stamm nähert, wird dem Häuptling Meldung gemacht. Danach werdet ihr zum Häuptling geführt, welchem ihr das Geschenk übergebt. Danach heisst er euch herzlich willkommen und schon könnt ihr im Dörfchen umherstreifen. Wir verbrachten die meiste Zeit mit Ping Pong spielen, Schnorcheln oder den abendlichen Krabbenrennen. Man kann sich den ganzen Tag sportlich betätigen, fischen oder einfach den Strand geniessen.

Einige Tage später machten wir uns auf, die dritte und letzte Insel zu besuchen. Viele Fidschireisenden kennen sie, Beachcomber Island. Dies war die kleinste Insel von den dreien, die wir besucht haben. Sie ist zu Fuss in ca. 10 Minuten einmal umrundet. Hauptsächlich tummeln sich junge Backpackers auf der Insel, was am Abend ziemlich lustig werden kann. Es gibt meistens Abendunterhaltung wie Limbotanzen oder Karaoke. Geschlafen wird in einem Massenschlag mit über hundert Betten. Lustigerweise ist es auch hier meist kein Problem den nötigen Schlaf zu finden. Nach ein paar Tagen sollte man die Insel verlassen, ansonsten kriegt man den Inselkoller. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig komisch, aber wenn ihr mal dort seid, wisst ihr von was ich rede.

Zu guter letzt blieben wir noch zwei Tage auf der Hauptinsel bevor unser Flug nach Neuseeland ging. Wir wohnten in einem der zahlreichen Backpackers und lernten auch dort wieder viele Menschen kennen.

 

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