Mit der Fähre kamen wir in Uruguay oder genauer gesagt in Colonia del Sacramento an. Vom Hafen aus machten wir uns auf, eine Bleibe für ein paar Nächte zu organisieren. Das Städtchen hat an und für sich nicht allzu viel zu bieten, aber ist als Ausgangspunkt für die Erkundung von Uruguay bestens geeignet. Man trifft hier so einige Reisende welche ebenfalls mit der Fähre in Uruguay ein- oder ausreisen. Es entstehen immer wieder lustige Kontakte zu Reisenden, welche euch Tipps geben oder von ihren Erfahrungen berichten können. Nutzt diese Gelegenheiten um euren Reiseplan gegebenenfalls anzupassen, denn die Erfahrungen von anderen sind Gold wert!

Da wie schon erwähnt nicht allzu viel los war haben wir uns entschieden nach Montevideo weiter zu reisen. Nun liegt Nueva Helvecia mehr oder weniger auf dem Weg nach Montevideo. Wir als Schweizer konnten uns natürlich nicht der Anziehungskraft dieses Dörfchens entziehen. Darum haben wir uns kurzerhand für den kleinen Umweg über dieses Dorf entschlossen.

Als Schweizer übernachteten wir stilsicher im Hotel Suizo. :-) Wir waren die einzigen Gäste und hatten das ganze Hotel für uns alleine. Der jetzige Besitzer ist der Ur-Enkel des Mannes der dieses Hotel um 1860 aufgebaut hat. Er spricht sogar noch ein wenig Deutsch. Es hängen noch Holzskier and der Wand sowie diverse andere Utensilien aus der Schweiz. Dieses Hotel war irgendwie ein Stückchen Heimat fernab der Schweiz, dies nicht zuletzt weil es einige Schweizer Spezialitäten auf der Speisekarte des Restaurants gab. Wir genossen die Ruhe und die abgeschiedene Lage an diesem Ort. Erholung pur!

Nach zwei Nächten machten wir uns wieder auf die Socken und begaben uns Richtung Montevideo. Montevideo ist eine äusserst lebhafte Stadt. Man bekommt hier noch einiges mehr für sein Geld als in Argentinien und die Leute sind herzlich und freundlich. Wir verbrachten das Weihnachtsfest hier und landeten um ca. 01.00 Uhr Nachts in einem Club. In diesem feierten wir zusammen mit ein paar Einheimischen bis in die Morgenstunden. Was für ein Erlebnis!

Als nächster Reisestop stand die Ferienmetropole Punte del Este auf unserem Plan, welche auch das Monaco von Südamerika genannt wird.

Während der Nebensaison ist die Einwohnerzahl der Stadt sehr klein, aber zur Hauptsaison finden sich tausende und abertausende von Touristen ein und die Metropole erwacht! Zu dieser Zeit hat die Stadt ein aufregendes Nachtleben zu bieten, welches nicht für jedermann ist, da die Preise und der Snobismus Hochkonjunktur haben. Dies war für uns auch der Grund, warum wir aus dieser Stadt fliehen wollten. Per Zufall weilte zu dieser Zeit ein Kollege in Florianopolis (Brasilien). Da Brasilien eigentlich nicht auf unserem Reiseplan stand, aber wir auch keine Lust hatten den gleichen Weg zurück nach Argentinien zu gehen, haben wir uns entschieden diesen Kollegen zu besuchen. Aus diesem Grund organisierten wir uns einen Flug von Punta del Este nach Porto Alegre.

 

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